Jahresbericht 2009
Ulrich Rehbann
Bericht für die Stiftungsversammlung am 15.12.2009
1. Informationen zur aktuellen finanziellen Situation unserer Stiftung mit Stand 14.12.2009 und zur Anlagestrategie für das Stiftungskapital
1.1. Stand Stiftungskapital: 133.189,34 Euro
Im Berichtszeitraum (seit dem 11.12.2008) konnten insgesamt 5 neue Stifter mit einer Einlage von insgesamt 2.600 € gefunden werden, ferner erhöhte ein Stifterehepaar seine Zustiftung um weitere 1.000,- €.Dabei ist besonders erfreulich, dass unter den neuen Stiftern auch zwei Bornheimer Firmen sind:
- MSE-Veranstaltungsservice
- Autohaus Melzer
Diesen Stiftungsfonds haben wir den Wendelinus-Schützen in Sechtem zu verdanken. Aufgrund von ständig sinkenden Mitgliederzahlen hat dieser Verein beschlossen, sich aufzulösen. Dabei sollte aber sichergestellt werden, dass das Vereinsvermögen dauerhaft für die Schützenjugend im Bornheimer Stadtgebiet zur Verfügung steht.
Der ehemalige Vorsitzende der St-Wendelinus-Schützenbruderschaft Sechtem hat sich daher an mich als Vorstandsvorsitzenden der Bürgerstiftung gewandt und wir haben vertraglich vereinbart, dass zum 01. Oktober dieses Jahres innerhalb unserer Bürgerstiftung der „St. Wendelinus-Fonds“ mit einem geschlossenen Fondsvermögen von 26.000,- € errichtet wird.
Allen Stifterinnen und Stiftern und damit auch Ihnen ein herzliches Dankeschön dafür, die dauerhafte wirksame Tätigkeit unserer Stiftung ist somit sichergestellt.
1.2. Anlagestrategie
Das gesamte Stiftungskapital ist nunmehr als Termingeld angelegt.
Die Zinserträge für das laufende Jahr betragen zwar nur 604,- €, ein „Banken-Hopping“ hätte abgesehen von dem damit verbundenen Aufwand aber nur unwesentlich mehr Ertrag gebracht, da die plakativ beworbenen Zinssätze von 2 Prozent oder mehr immer nur unter Auflagen und in einem beschränkten Rahmen (zeitlich, Anlagehöhe etc.) gelten.
1.3. Stand Guthabenkonto: 31.625,20 Euro
Durch eingegangene Spenden in Höhe von insgesamt 18.529,- € teilweise aus besonderen Aktionen speziell zugunsten unserer Stiftung hat sich das für die Förderung zur Verfügung stehende Kapital trotz der inzwischen gelaufenen Projektförderungen deutlich erhöht.
Dabei sind insbesondere zu nennen:
- die Volksbank Bonn Rhein-Sieg hat ihre Tombola auf dem Weihnachtsmarkt 2009 und den Erlös aus dem Verkauf von selbstgebackenem Kuchen wieder zugunsten unserer Stiftung durchgeführt mit einem Ergebnis von insgesamt 1.095,60 Euro.
- unser Stiftungsratsmitglied Hans Seidel hat 300 „Bärchengläser“ gespendet (Mit Apfelmus gefüllte Gläser in Form eines Teddybären, die wir auf dem Gesundheitstag und dem Weihnachtsmarkt zu Gunsten unserer Stiftung verkauft haben)
- seitens des Wohnstift Beethoven sind uns 250,- € zugekommen
- Bernd Stelter hat uns in diesem Jahr gleich dreimal großzügig unterstützt. Zunächst durch die honorarfreie Lesung aus seinem Buch, die neben den Eintrittserlösen und den Überschüssen aus den verkauften Speisen und Getränken von 876,- € auch 50,- € aus dem Buchverkauf einbrachten. Außerdem war Herr Stelter gleich zweimal in Quizsendungen des Fernsehen erfolgreich (in „Familienbande“ und dem „Schlagzeilenquiz“) und ließ seiner/unserer Stiftung Gewinne in Höhe von 3.900,- und 3.850,- € zukommen. Leider kann er nicht zu heutigen Stifterversammlung kommen, aber ich werde ihm in einem persönlichen Schreiben nochmals für sein Engagement danken.
- Die Belegschaft der Regionalgas Euskirchen hat anlässlich ihres letztjährigen Weihnachtsfestes zu Gunsten unserer Stiftung gesammelt, durch eine Aufstockung seitens der Geschäftsleitung kam der stolze Betrag von 3.000,- € zusammen. Dies ist auch deswegen so erfreulich, weil erstmals ein überregional tätiges Unternehmen gezielt eine Förderung an unsere Stiftung als Bornheimer Einrichtung gegeben hat.
- Die Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Bonn hat uns aus dem außergerichtlichen Vergleich mit dem ehemaligen Müll-Multi Trienekens einen Betrag von 7.894,- € zugewiesen.
2. Ausgaben / Projektförderungen
2.1. Ausgaben
Durch den ehrenamtlichen Einsatz der Vorstandsmitglieder und des Stiftungsrates sowie die Einbindung der jeweiligen Organisationsstrukturen (Stadtbetrieb Bornheim, Volksbank Bonn Rhein-Sieg, DHPG, Geschäftsverbindungen) beschränken sich die Ausgaben in 2009 bisher auf
- die Bezahlung für das Hosting unserer Internet-Präsenz in Höhe von 60,- €/Jahr
- die Neugestaltung unserer Homepage durch die Internet-AG der Europaschule Bornheim (Webteam5) in Höhe von 400 €
- die Kursgebühren für ein Foundraising-Seminar an der VHS von 63,- €
- das Depot-Entgelt und Kontoführungsgebühren der Kreissparkasse von 52,71 €
- den Mitgliedsbeitrag für den Bundesverband deutscher Stiftungen in Höhe von 150,- €
2.2. Projektförderungen
Gefördert wurden:
- Das Projekt „Bildungsausflüge“ des Stadtteilbüros mit 288,91 €
- Das Projekt „Waldkinder“ des Kindergarten Walberberg mit 700,- €
- Die Elterninitiative Spielplatz Profffläche mit 200,- €
- Der Bus für die aufsuchende Jugendarbeit mit 895,12 €
- Das Projekt „Musik für bildungsferne Kinder“ des Stadtteilbüros mit 840,- €
- Das Projekt „Gemeinsam stark werden“ an der Grundschule Waldorf mit 200,- €
- Das Projekt „Tanz um die Welt“ an der Grundschule Walberberg mit 200,- €
- Das Projekt „Geschichte erleben – der Ritter von Burnheim“ an der Grundschule Bornheim mit 357,57 €
- Das Projekt „Mama Mia“ im Stadtteilbüro mit 810,- €
3. Tätigkeitsbericht
Stiftungsvorstand und Stiftungsrat haben zweimal gemeinsam getagt,
der Stiftungsvorstand hat sich darüber hinaus noch sechsmal getroffen.
Die wesentlichen Tätigkeiten waren dabei:
- Teilnahme und Präsentation an Veranstaltungen wie dem Bornheimer Gesundheitstag im Mai, dem Bornheimer Weihnachtsmarkt und dem 1. „Bornheimer Familienfest“
- Pressearbeit (insgesamt 6 Veröffentlichungen in der örtlichen Presse )
- Sponsorengewinnung/Verbandliche Arbeit (unsere Stiftung ist Mitglied im „Bundesverband Deutscher Stiftungen“)
- Förderzusagen und soweit notwendig Projektbegleitung für die vorstehend genannten abgewickelten Projekte
4. Geplante Förderungen für 2010
- Fortführung des Projektes „Mamma Mia“ Müttercafe im Stadtteilbüro 810,- €
- Nutzung eines Kleinbusses durch die Streetworker 1.000,- €
- Fortführung des Projektes „Gemeinsam stark werden“ an der Grundschule Waldorf 200,- €
- Projekt „Prävention gegen Essstörungen“ an der Ursulinenschule Hersel 150,- €
- Anschaffung von Brandmeldern für Schulanfänger und Verteilung durch den Stadtbrandmeister bis zu 400,- €
- Aufführung eines kindgerechten Theaterstückes einer Puppenbühne zum Thema „Gefahr im Umgang mit Feuer“ in zwei Kindergärten 640,- €
- HipHop-Workshop des Stadtjugendringes an der Franziskus-Schule in Merten bis zu 650,- €
- Fortführung des Geschichtsprojektes, diesmal an der Grundschule Sechtem mit 370 €
Außerdem sind im kommenden Jahr bei einer angenommenen Inflationsrate von 0,9 % rund 1.100,- € satzungsgemäß dem Stiftungskapital zuzuführen um es in seinem wertmäßigen Bestand zu erhalten.
5. Fazit und Ausblick
Die derzeitige finanzielle Lage unserer Stiftung ist speziell im Hinblick auf die in den nächsten Jahren zusätzlich möglichen auszuschüttenden Fördermittel in Höhe von ca. 23.850,- € als sehr erfreulich anzusehen.
Trotzdem ist hier neben der kontinuierlichen Arbeit von Stiftungsrat und Stiftungsvorstand auch IHR Engagement als „Multiplikator“ weiterhin gefragt. Werben Sie für unsere gemeinsame Sache.
Außerdem halte ich es für wichtig, dass wir uns weiterhin als BÜRGERSTIFTUNG präsentieren!
Die Stadt Bornheim hat fast 50.000 Einwohner, davon knapp 11.000 Kinder und Jugendliche (unter 26 Jahren), das dürften rund 2.500 Eltern/-paare sein! Eine riesige Zielgruppe, nicht nur mit Blick auf unsere Fördermöglichkeiten.
Aber unsere Stiftung hat bisher nur 46 Stifterinnen und Stiftern, davon zwar immerhin einen Ortsausschuss, nämlich den von Kardorf, aber noch nur 6 Firmen.
Und das, obwohl man mit einem Zustiftungsbetrag von einmalig nur 250,- € (das entspricht ca. sechs Jahresbeiträgen für einen Sportverein o.ä.) über unsere Stiftung lebenslang Kinder und Jugendliche in Bornheim unterstützen kann! Und dabei auch noch diese Unterstützung über die Stiftungsversammlungen wie heute mitgestalten kann!
Ich bedanke mich für Ihre bisherige Unterstützung und ihre heutige Aufmerksamkeit
Ulrich Rehbann